Pressekonferenz zu neuen E-Ladesäulen und innovatives E-Mobilitätskonzept der Stadtwerke vorgestellt

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Um Anreize zum Umstieg auf ein Elektro-Fahrzeug zu setzen, benötigt man eine gut ausgebaute öffentliche Ladeinfrastruktur und innovative Möglichkeiten des schnellen und unkomplizierten Ladens.

In der Pressekonferenz vom 18. 02. zur Inbetriebnahme der neuen Ladesäulen und zum weiteren Ausbau der Infrastruktur für E-Fahrzeuge in Saarlouis betonte Dr. Ralf Levacher, der Technische Geschäftsführer der Stadtwerke Saarlouis, dass man gemeinsam mit der Stadt Saarlouis den Ausbau der Ladesäulen weiter forcieren müsse. Bereits seit November 2018 setze Saarlouis das kostenlose Parken für E-Fahrzeuge um. Auch die Firmenflotte der Stadtwerke werde bereits seit einigen Jahren konsequent auf Elektromobilität umgerüstet, um so ein Zeichen für Nachhaltigkeit zu setzen.

Das zukünftige Konzept sowie die technischen Details zu Ladesäulen und ihren jetzigen und geplanten Standorten wurden von Guillem Tänzer, Mitarbeiter der Stadtwerke für innovative Projekte, vorgestellt:  Alle Ladestationen – auch die bereits bestehenden am Dr. Manfred-Henrich-Platz, am Hauptbahnhof sowie dem Kleinen Markt – seien jeweils mit zwei Autoladesteckern des gängigen und weitverbreiteten Typs 2 mit je 22 Kilowatt Ladeleistung ausgestattet und verfügten somit über eine zeitgemäße Leistung. Sie würden selbstverständlich mit Ökostrom versorgt. Die technische Umsetzung erfolge in enger Zusammenarbeit mit den Partnern „chargeIT mobility GmbH” (Ladesäulen und Softwarebetrieb) und der „STEAG Technischer Service GmbH” (Installation und Inbetriebnahme). Zugang und Abrechnung erfolgten mithilfe unterschiedlicher Systeme wie SMS, RFID-Karte (Autostromkarten über Roaming), Web-Applikation (z.B. Intercharge) oder der speziellen Apps. Die Abrechnung erfolge kWh-genau. So koste eine Kilowattstunde 35 Cent, zusätzlich würde eine Parkgebühr von 50 Cent pro 15 Minuten erhoben, die aber erst 30 Minuten nachdem der Ladevorgang beendet wurde, anfallen würde. Dies verstehe Tänzer als Anreiz, das geladene Fahrzeug nach dem Ladevorgang umzuparken und den Ladeplatz für andere Elektromobilisten freizugeben.

Sogar für das Laden zuhause, so Tänzer, stünde bereits mit dem „SW SLS Autostrom Öko flex“ ein finanziell attraktiver Strom-Tarif bereit; Wallbox-Produkte würden in Zukunft ebenso von den Stadtwerken Saarlouis angeboten werden.

Für die Jahre 2019/20 seien weitere Standorte in Saarlouis geplant, so Tänzer in seinen weiteren Ausführungen; dies seien der Große Markt, der Husarenweg, die Anschlussstelle Lisdorf an der Schnittstelle A 620/B 269, die Berliner Allee auf dem Steinrausch und zwei zusätzliche Plätze zusätzlich zu den vorhandenen am Kleinen Markt. Insgesamt stünden in der Stadt Saarlouis dann 28 Plätze zum Laden von Elektroautos zur Verfügung.

Auf die Frage zur Rentabilität der Ladestationen antwortete der Technische Geschäftsführer der Stadtwerke, Dr. Ralf Levacher, dass eine Wirtschaftlichkeit zum jetzigen Zeitpunkt trotz einer Förderung von Seiten des Bundesministeriums für Verkehr und Infrastruktur nur eingeschränkt darstellbar sei. Das Kaufverhalten sei bei Elektroautos noch sehr zurückhaltend – somit sei auch die Anzahl der Ladevorgänge an öffentlichen Tanksäulen durchaus überschaubar. Die Stadtwerke gingen jedoch davon aus, dass der Bestand an E-Fahrzeugen kontinuierlich wachse. Zusammen mit dem rasanten Ausbau der Infrastruktur sollte sich in den nächsten zwei bis drei Jahren eine Rentabilität einstellen.

Die Pressekonferenz schloss mit einer Demonstration des ebenso sicheren wie einfachen Ladens eines Stadtwerke-eigenen Pkws an einer der neuen Ladesäulen auf dem Parkplatz der Stadtwerke Saarlouis in der Holtzendorffer Straße, direkt gegenüber Globus

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