Trinkwasser verunreinigt! Stadtwerke raten dringend: Wasser vor Genuß abkochen

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Bei Kontrollen der Trinkwasseranlagen am 10. August 2016 sind Überschreitungen des Grenzwertes für “coliforme Keime” festgestellt worden. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Saarlouis wird deshalb ab sofort eine Chlorung des Trinkwassers vorgenommen. Betroffen sind die Ortsteile Innenstadt Saarlouis, Picard, Beaumarais, Lisdorf, Neuforweiler und Teile von Fraulautern, Roden und Steinrausch. Weiterhin wird – bis eine ausreichende Chlordesinfektion der betroffenen Netzbereiche sichergestellt ist – empfohlen, das Trinkwasser sorglich drei Minuten sprudelnd abzukochen, bevor es zum Trinken oder zur Zubereitung von Speisen und Getränken verwendet wird.

Durch eine Chlorung wird sichergestellt, dass die Verbraucher jederzeit mit hygienisch einwandfreiem Wasser versorgt werden. Die Chlordosierung wird so vorgenommen, dass Restgehalte von maximal 0,3 mg/Liter Chlor erreicht werden. Die Konzentration entspricht dem in der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwert und ist nicht gesundheitheitsschädlich. Für Aquarien ist das gechlorte Wasser ungeeignet.

Da für den Eintrag von Verunreinigungen des Trinkwassersystems zahlreiche Möglichkeiten in Betracht gezogen werden müssen, hat die Stadtwerke Saarlouis GmbH umgehend die Ursachenforschung aufgenommen. Die Stadtwerke haben angekündigt, umgehend bekannt zu geben, sobald die Abkochempfehlung und die Chlorung aufgehoben werden kann.

Hier noch eine Auflistung der betroffenen Straßen in Roden, Fraulautern und Steinrausch:

Ahornweg, Alpenstraße, Alte-Post-Straße, Am Alten Bahnhof, Am Bahndamm, Am Eisenwerk, Am Kirchenbach, Am Marktplatz, Am Repplerberg, An der Saar, Annastraße, Bachstraße, Bahnhofsallee, Berliner Allee, Binshofstraße, Böttler Mühle, Brückenstraße, Brunnenstraße, Eifelstraße, Ellbachstraße, Engelsbruch, Galgenbergstraße, Gartenstraße, Gelber-Grund-Straße , Gerberstraße bis Thirionstraße, Gregor-Mendel-Straße, Grubenweg, Gütherbahnhofstraße, Harspergerflur, Harsbergstraße, Heckenstraße, Heinrich-Böll-Straße, Herrenstraße, Hinter der Kirche, Hochwaldstraße, Hülzweiler Straße, Hunsrückstraße bis Taunusstraße, Im Wingert, In den Helden, Jahnstraße, Kalkofenstraße, Karthäuserstraße, Kettlerstraße, Klosterschule, Klosterstraße, Kohlbrunnenstraße, Konrad-Adenauer-Allee bis Schwarzwaldstraße, Kurt-Schumacher-Allee bis Berliner Allee, Lebacher Straße bis Kalkofenstraße, Lohestraße, Marie-Curie-Höhe, Mühlenhang, Mühlenstraße, Naßfeldstraße, Nordstraße, Ölwerkweg, Ostring, Oststraße, Puhlstraße, Rhedstraße, Ritschstraße, Rodener Straße, Rodener Schanze, Saarbrücker Straße, Saarlouiser Straße, Sandbergstraße, Schachtstraße, Schanzenstraße, Schwarzenholzweg, Schwarzwaldstraße, Schwimmbadstraße, Senzigstraße, Stollenbergweg, Südstraße, Theresienstraße, Thirionstraße, Ulanenstraße, Ulmenstraße, Vogesenstraße, Wasserstraße, Wasserwerkstraße, Weststraße, Wiesenstraße, Wilhelm-Röntgen-Viertel, Wirtstraße, Zur Saarmühle

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Kommentare

  1. Autor
    SWSLS Blog-Team

    Richtigstellung der Stadtwerke Saarlouis GmbH zur Information des Gesundheitsamtes /Trinkwasserverunreinigung

    Im vorliegenden Fall der Verunreinigung des Trinkwassers in Teilen des Saarlouiser Netzes wurden nach Feststellung des Befundes umgehend alle notwendigen Maßnahmen in enger Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt eingeleitet:
    Nach der Entnahme der Proben durch ein unabhängiges Institut am 09. August 2016 und der Feststellung der bakteriologischen Belastung wurden die Stadtwerke Saarlouis – zeitgleich mit dem Gesundheitsamt – am 10. August über die Belastung informiert. Die Verantwortlichen der Stadtwerke setzten sich daraufhin unverzüglich mit dem Gesundheitsamt in Verbindung. Am 10. August 2016, gegen 15.30 Uhr, wurden, gemeinsam mit den anwesenden Verantwortlichen des Gesundheitsamtes, im Haus der Stadtwerke alle einzuleitenden Maßnahmen wie die Information der Öffentlichkeit, die Chlorierung etc. einvernehmlich beschlossen.
    Meldungen, wonach die Stadtwerke bereits am 09. August Kenntnis von der Verunreinigung durch coliforme Bakterien erhalten hätten, sind unrichtig. Richtig ist, dass alle Maßnahmen inklusive der weiteren umfangreichen Untersuchungen seit dem 10. August in die Wege geleitet wurden.
    Die Öffentlichkeit wird auch weiterhin von den Stadtwerken Saarlouis umfassend und mit der gewohnten Transparenz über den jeweiligen Stand der Dinge informiert werden.

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